20 Dinge,

die Sie schon immer über den Schlaf wissen wollten…


  1. Wussten Sie, dass Ihr Geruchssinn im Schlaf nicht funktioniert? Ein Brand beispielsweise kann somit im Schlaf nicht gerochen werden. Dazu müssten Sie wach sein.

  2. Im Durchschnitt verbringen Menschen 26 Jahre ihres Lebens mit Schlafen. Das ist rund ein Drittel der gesamten Lebenszeit.

  3. Frauen können besser schlafen, wenn sie alleine im Bett liegen. Männer hingegen schlafen besser, wenn eine Frau neben ihnen liegt.

  4. Schlafstörungen sind unterschiedlich auf die Geschlechter verteilt. Nur 13 Prozent der deutschen Männer leiden unter Schlafstörungen, während 24 Prozent der Frauen Probleme mit dem Schlaf haben. Diese Verteilung ist in anderen Ländern und Kulturkreisen ähnlich. Der Grund für die ungleiche Verteilung ist bislang nicht bekannt.

  5. Wie gut man nachts schlafen kann, hat mit Bildung und dem Geschlecht zu tun: Eine Studie in Taiwan hat ergeben, dass ungebildete Männer besser schlafen als gebildete. Bei den Frauen ist es genau umgekehrt: Gebildete Frauen haben den besseren Schlaf als ungebildete.

  6. Die meisten Männer über 40 schnarchen. 87 Prozent sind es genau. Bei den Frauen sägt in der Nacht allerdings nur jede Zweite (58 Prozent).

  7. Menschen "wachsen" nachts wieder: Bis zu zwei Zentimeter werden wir jede Nacht wieder größer. Der Grund für den nächtlichen Längenzuwachs ist, dass sich die Wirbelsäule und die Rückenmuskulatur über Nacht entspannen. Nach dem Aufstehen verlieren wir durch den aufrechten Gang diesen schlafbedingten Größenbonus wieder: Die Wirbelsäule wird wieder zusammengestaucht - und der Mensch "schrumpft".

  8. Wussten Sie, dass Schlafen nicht nur größer, sondern auch schlankermacht? Unter Kindern, die weniger als 10,5 Stunden schlafen, fanden sich in einer Studie weltweit doppelt so viele Übergewichtige wie unter Kindern mit 11 und mehr Stunden Schlaf. Dieses Phänomen gilt auch für Erwachsene. Der Grund: Nachts wird das appetithemmende Hormon Leptin ausgeschüttet. Morgens sorgt das Hormon Ghrelin für den Appetit. Wer also gut und länger schläft, schläft sich tatsächlich schlank.

  9. Hausfrauen haben den schlechtesten Schlaf aller Berufsgruppen: 30 Prozent der deutschen Hausfrauen liegen nachts immer wieder wach. Forscher führen das darauf zurück, dass dieser Beruf nur wenig Ansehen genießt und sich die Frauen darum kaum mit ihrer Rolle identifizieren. Den besten Schlaf haben Beamte und Freiberufler: Nur zwölf Prozent von ihnen klagen über Schlafstörungen.

  10. In Japan gibt es eine Schlafmaschine. "Yumenmi Kobo", der "Traum-Workshop", sieht aus wie ein Apple-Computer mit Beulen. An dem Gerät wird ein Bild der Person befestigt, von der man träumen möchte. Dann werden in den Apparat Duftstoffe gegeben - so sagt man der Maschine, wovon man träumen möchte. Daraufhin ertönt eine leise Musik, die den Schläfer in den Schlaf wiegt und zum gewünschten Traum führt. Nach acht Stunden weckt das Gerät den Schläfer sanft. Es kostet 140 Dollar. Der Hersteller warnt aber bereits vorab, dass die Maschine nicht bei jedem funktioniere. Entwickelt wurde das Gerät, um Japanern gegen Schlaflosigkeit zu helfen.

  11. Medien wie TV, Internet und Radio in Kinderzimmern rauben Kindern pro Jahr 31 Tage Schlaf. Das haben englische Wissenschaftler herausgefunden und einen Appell an die Eltern gerichtet: Sie sollten nicht nur vermehrt darauf achten, was ihre Kinder wann anschauen, sondern vor dem Schlafengehen für mindestens 15 ruhige Minuten sorgen. Insgesamt schlafen Vier- bis Zehnjährige heute rund fünf Stunden weniger als ihre Eltern während deren Kindheit.

  12. Zu wenig Schlaf beeinträchtigt den Körper wie ein Rausch. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Menschen mit Schlafdefizit das gleiche verminderte Reaktionsverhalten zeigen wie Autofahrer mit 1,0 Promille Alkohol im Blut.

  13. Zum natürlichen gesunden Schlaf gehört auch das Aufwachen: Jede Nacht wachen Menschen im Schlaf 28 Mal auf, ohne es zu merken. Die kurzen Wachphasen sind Bestandteil des Schlafes und haben keinen negativen Einfluss auf dessen Erholungswert.

  14. Auch Bewegung verschaffen wir uns im Schlaf ausgiebig: 20 bis 60 Mal verändern Menschen im Schlaf die Position.

  15. Der Brite Tony Wright aus Cornwall hält den Weltrekord für die längste Zeit, die ein Mensch bislang ohne Schlaf verbracht hat: 266 Stunden - das sind elf Tage und Nächte - blieb Wright 2007 wach. Damit steht er im Guinness-Buch der Rekorde. Den alten Rekord hatte der US-Amerikaner Randy Gardner gehalten - er verbrachte 1964 264 Stunden ohne Schlaf.

  16. Der Mittagsschlaf ist in manchen Kulturen heilig: In Mexiko oder Südeuropa zum Beispiel geht ohne eine Siesta gar nichts. Die Deutschen machen hingegen ihrem Ruf als fleißige Arbeiter alle Ehre: Nur 14 Prozent der Deutschen halten einen Mittagsschlaf.

  17. Die Deutschen schlafen laut einer Studie im Durchschnitt 7 Stunden und 8 Minuten. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das ein vorbildliches Schlafverhalten: Forscher empfehlen 7-8 Stunden Nachtruhe.

  18. Der Wecker in deutschen Schlafzimmern klingelt in der Regel um 6:23 Uhr.

  19. Dauerhaft schlechter Schlaf kostet den Menschen ungefähr zehn Jahre seines Lebens.

  20. Wussten Sie, dass Wissenschaftler an einem Medikament arbeiten, das den Schlaf im ersten Schritt auf zwei Stunden reduziert? Im zweiten Schritt soll man dann mehrere Nächte ohne Schlaf auskommen. "In 10 bis 20 Jahren werden wir den Schlaf medikamentös abstellen können", erklärte Russell Foster, Biologe und Professor des Imperial Colleges London. Gesund klingt das nicht.


Quelle: Kolumne aus web.de